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Verney, der letzte Mensch

geschrieben von Mary Wollstonecraft Shelley

Erstveröffentlichung: 1826; Originaltitel: The Last Man; Sprache: Englisch (Großbritannien); Übersetzung: Ralph Tegtmeier; Deutsche Erstveröffentlichung: 1982 (Bastei Phantastische Bibliothek 72021, Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach)
Deutsche Ausgaben: vergriffene, aktuell keine

Kategorien: Sciencefiction-Vorläufer, post-apokalyptische Zukunft

Kurzbeschreibung: (Pechmann (2003))
Der erste Teil [...] beschreibt die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren [...]. Der Roman spielt im 21. Jahrhundert, enthält zunächst aber kaum futuristische Motive: das zukünftige England ist eine Republik, der einzige technologische Fortschritt ist ein lenkbarer Ballon. Im zweiten Teil zieht Lord Raymond [...] in den Krieg gegen die Türken. Nach langer Belagerung Konstantinopels, findet die englische Armee die Stadt leer und verlassen vor. Man hört erste Gerüchte über eine tödliche Pest, die sich in Asien und Afrika verbreitet. Im dritten Teil wird ganz Europa von der Pest heimgesucht. Auch in England ist man gegen die Seuche machtlos, und der Erzähler Verney berichtet, wie seine Freunde und Familienmitglieder sterben. Die letzten überlebenden Engländer beschließen, auf den Kontinent zu fliehen. In Paris treffen sie auf einen Sektenführer, der behauptet, ein Mittel gegen die Pest zu haben, um sein kleines Terrorregime aufrecht erhalten zu können. Am Ende des Romans gibt es nur einen Überlebenden, Verney, der durch Europa wandert, um nach anderen Menschen zu suchen. [...] Verney schreibt seine Erinnerungen nieder und bricht in einem Segelboot auf, um in anderen Erdteilen seine Suche fortzusetzen.

Kommentare, Besprechungen, u.ä.:

  • Auszug, wiedergegeben im Rahmen des Projektes Modern History Sourcebook (englisch)
  • Zeitgenössische Besprechungen bei der Erstveröffentlichung 1818, wiedergegeben auf Mary Wollstonecraft Shelley Chronology & Resource Site: Neuer Link 15.04.2007
  • Review by Evelyn C. Leeper
  • Korrigierter Link 15.04.2007
  • Mary Shelly' s The Last Man: Monstrous Worlds, Domestic Communities, and Masculine Romantic Ideology, Essay von Julie K. Schuetz
  • Brian W. Aldiss (1987) Der Milliarden Jahre Traum - Die Geschichte der Science Fiction. Bastei-Lübbe Taschenbücher 28160, Lübbe, Bergisch Gladbach. S. 59-64
  • Susanne Schmid (1998) Shelley, Mary Wollstonecraft. In: Ute Hechtfischer, Renate Hof, Inge Stephan, Flora Veit-Wild (Hrsg.) Metzler-Autorinnen-Lexikon. Metzler, Stuttgart. S. 494-495. Zitat:
    "In der Tradition des Schauerromans steht [...] The Last Man [...], in dem der Zerfall der menschlichen Gesellschaft beschrieben wird. In diesem kurz nach Percy Shelleys Tod geschriebenen Roman vollzieht S. nochmal Konflikte und Unglücksfälle ihrer eigenen Biographie nach. Auch hier erteilt sie wieder der männlichen Romantik eine Absage - eine Transzendenz durch Verschmelzung mit der Natur erscheint ihr nicht möglich."
  • Sumeeta Patnaik (2001) The Last Man and the Order of Society: How Mary Shelley's Use of the Plague Serves as a Metaphor for the Failure of the Utopian Ideal. Wiedergegeben auf Website von Kim Woodbridge
  • Alexander Pechmann (2003) Die Heimsuchungen der Mary Shelley. Phantastisches und Biographisches im Werk der Autorin des "Frankenstein". phantastisch! Nr. 3, S. 6-9. Zitat:
    "Die apokalyptischen Szenerien und die prophetischen Vorzeichen der Pest in diesem Roman sind [...] überaus faszinierend. Er kann als Ursprung aller späteren Katastrophenromane der SF gelten und ist dennoch heute so gut wie vergessen. Anders als moderne Katastrophenromane ist "The Last Man" jedoch weder als Warnung [...] noch als Prophezeiung zu lesen. Es ist die im Grunde einfache Geschichte eines Menschen, der den Tod aller seiner Freunde, Geliebten, Verwandten, Mitmenschen miterleben muss, ohne selbst sterben zu können. Es ist also Mary Shelleys eigene Geschichte [...]".
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