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Die Wespenfabrik
geschrieben von Iain Banks
Erstveröffentlichung: 1984; Originaltitel: The Wasp Factory; Sprache: Englisch (Großbritannien);
Übersetzung: Irene Bonhorst; Deutsche Erstveröffentlichung: 1991 (Heyne Science Fiction & Fantasy 4783, Heyne, München)
Deutsche Ausgaben: vergriffene, aktuell keine
Kategorien: Horror
Kurzbeschreibung:
Preise und Empfehlungslisten:
Kommentare, Besprechungen, u.ä.:
- Besprechung von Christian "naddy" Weisgerber (englisch)
- Roland Meyer (1991) Iain Banks: Die Wespenfabrik.
Science Fiction Media Nr. 85/1991, S. 22-23. Zitat: "Der willkürliche, meist zufallsbedingte
Tod von Tieren und Menschen zieht sich durch den ganzen Roman. Ob es sich
dabei um Wespen, Möwen oder, wie in der Vergangenheit geschehen, die
eigenen Verwandten handelt, nichts und niemand ist vor dem Mörder
Francis sicher, der seinen ersten Mord bereits im zarten Kindesalter begeht.
[...] Beide Werke [Die Wespenfabrik sowie Zielwasser von
Kurt Vonnegut] zeichnet ein exzellenter zynischer Erzählton aus, der
öfters in die Tiefen eines makabren schwarzen Humors abgleitet. [...]
"Die Wespenfabrik" ist ein von Iain Banks rasant und leidenschaftlich erzählter
Roman, bei dem nie Langeweile entsteht."
- Matthias Hofmann (1992) Ein Gespräch
mit Iain M. Banks. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Das Science Fiction Jahr
#7 - Ausgabe 1992. Heyne Science Fiction & Fantasy 4850, Heyne, München.
S. 610-631. Zitat:
"Hofmann: Was haben Sie aus heutiger Sicht
für Gefühle diesem Roman [Die Wespenfabrik] gegenüber?
Banks: Ich bin immer noch sehr zufrieden
damit. Natürlich bin ich älter geworden. Das Buch wurde 1980
geschrieben, und es dauerte eine Weile, bis es veröffentlicht wurde.
Ich habe mich verändert. Ich würde jetzt wohl nicht mehr exakt
denselben Roman schreiben. Aber ich bin wirklich sehr stolz auf das Buch.
[...]
Hofmann: Nach beendeter Lektüre dachte
ich an Ihre Kindheit. Hatten Sie eine schlechte Zeit als Kind? Wie sieht
es mit Parallelen zum Protagonisten Frank aus?
Banks: Nein, absolut nicht. Ich kam mit
meinen Eltern sehr gut aus. Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit,
wirklich. [...]
Nun, ich hatte keine schlimme Zeit, als
ich klein war. Also stellt "The Wasp Factory" keine Verarbeitung meiner
eigenen Entwicklung dar. Es ist bloß eine übergroße Vorstellungskraft.
[...]
Hofmann: Aber die allgegenwärtige Grausamkeit
...
Banks: Durchaus, aber, ob ich selbst viel
Grausames erlebt habe? Was heißt "Grausamkeit"? [...]
Nehmen wir einmal an, ich hätte wirklich
eine gestörte Kindheit gehabt, und war das Ziel einiger Grausamkeiten,
dann hätte ich vielleicht versucht, dies zu kompensieren, indem ich
romantische Bücher geschrieben hätte oder etwas in der Richtung.
Ich würde wohl nicht über aggressive oder gewalttätige Leute
schreiben wollen.
Natürlich kommen Schilderungen wie
in der "Wasp Factory" von mir selbst, aus meinem Innern. Aber man kann
sie nicht einer äußerlichen Erfahrung zuschreiben. Das entschwindet
aus meinem Gehirn. Ich schreibe nur darüber, ich tue nichts dergleichen.
Hofmann: Okay, das wollte ich mit der Frage
nicht implizieren. Die deutsche Übersetzung von "The Wasp Factory"
wird diesen Monat (im April 1991) erscheinen, jedoch innerhalb einer Science
Fiction-Reihe. Was meinen Sie dazu?
Banks: Das ist völlig albern und dumm.
[...]
Hofmann: Und was ist mit dem Filmprojekt?
Sie sagten bereits zu früheren Gelegenheiten, daß es ein Drehbuch
zur "Wasp Factory" gibt.
Banks: Es soll eine Verfilmung geben, aber
ich weiß nicht genau, was damit passieren wird. [...] Eine irische
Filmgesellschaft namens Strongbow Productions sicherte sich letztes Jahr
die Rechte an dem Roman. Sie machten bereits einige erfolgreiche Filme,
und sie haben die Rechte für die nächsten sechs Jahre.
Davor gab es schon mal einen Versuch, der
jedoch scheiterte. Ich schrieb sogar ein Drehbuch, doch es wurde umgeschrieben,
und schließlich waren die Figuren des Films nicht mehr die Figuren
des Romans."
- Sublevel12 (Besprechung von Thorsten Küper)
- Carpe Librum (Besprechung von Michael Matzer)
- Dave Langford Review
- The Book Barn (Besprechung von "The Rev")
- The Book Barn (Besprechung von "Harry")
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