Mail  Gästebuch  Umfrage
Home

AutorInnen
Werke
Verfügbar
Vergriffen
Deutsch

FAQ

Links

Suche

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S SCH ST T U V W X Y Z

Titelbild: Claassen, 1992
Titelbild: dtv Taschenbücher 12597, dtv, 1999

Die Wand

geschrieben von Marlen Haushofer

Erstveröffentlichung: 1963 (Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh); Sprache: Deutsch (Österreich)
Deutsche Ausgaben: vergriffene, aktuelle

Kategorien: Robinsonade

Kurzbeschreibung: (Klappentext)
Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Abends unternimmt das Paar noch einen Gang ins Dorf. Am Morgen stellt sich heraus, daß die beiden in der Nacht nicht zurückgekehrt sind. Zusammen mit dem Hund macht die Frau sich auf den Weg, um sie zu suchen. Doch plötzlich kehrt der Hund mit blutender Schnauze zu ihr zurück, und dann stößt sie selbst ein unsichtbares Hindernis. Es ist eine riesige gläserne Wand, durch die sie, der Hund, eine Katze und eine trächtige Kuh in einem genau umgrenzten Stück Natur gefangen sind ...

Kommentare, Besprechungen, u.ä.:

  • IST (1983) Die Wand. Emma Nr. 9, S. 47 (Kurzbesprechung). Zitat: "Die Wand ist aber auch eine Parabel: Eine Frau, abgeschnitten von all den Bedingungen, unter denen sie zu leben gewohnt ist, beginnt sich selbst zu vertrauen, lernt ihre ungeahnten Fähigkeiten kennen, wird autonom. Trocken ist der Bericht, in dem die Frau ihr neues Leben beschreibt, die Sprache am Praktischen orientiert, am Überlebenskampf, die Worte bezeichnen konkrete Dinge: Milch, Stall, Heu, Gewehr, Schlucht."
  • Schweikert, Uwe (1986) Im toten Winkel - Notizen bei der Lektüre von Marlen Haushofers Roman "Die Wand". In: Anne Duden, Jeannie Ebner, Irmela von der Lühe et al. (Hrsg.) "Oder war da manchmal noch etwas anderes?": Texte zu Marlen Haushofer. Verlag Neue Kritik, Frankfurt am Main. S. 11-20. Zitate:
    "Mit der Lektüre der Wand ist es mir seltsam ergangen. Sie hat eine Verstörung bewirkt, die nicht weichen will und die sich jeder ästhetischen Auflösung widersetzt. [...] Die Wand versetzte mich in einen Zustand der Hilflosigkeit, der Unruhe. Die ersten Sätze versprechen dem Leser einen einfachen Bericht - den Bericht einer (später wird sich herausstellen: namenlosen, etwa vierzigjährigen) Frau, die schreiben muß, will sie nicht den Verstand verlieren. Nach dieser Angst-Ouvertüre [...] entwickelt sich aber schnell alles ganz anders, als der Leser es erwarten möchte. Er wird, wie von unsichtbarer Hand, herausgehoben aus der Wirklichkeit und in einen Zustand traumatischer Über-Wirklichkeit versetzt, die sich aber so ruhig, selbstverständlich und gelassen präsentiert, daß er sich nicht damit beruhigen könnte, mit einer Psychose konfrontiert zu sein. Der Schock wird ihm, wie der Berichterstatterin, nicht bei Bewußtsein, sondern im Unterbewußtsein versetzt."
    "Die Bedrückung bei der Lektüre entsteht aus der unerregten Normalität des Alltags, den diese Frau weiterhin zu (über-) leben gezwungen ist, aus der unerregten Nüchternheit der Sprache, die ihr Bericht spricht. Obwohl nichts mehr ist, wie es zuvor gewesen war, hält die Frau einen Tageslauf aufrecht, als hätte sich nichts geändert."
    "Die Wand ist der Bericht vom Ende der Welt und zugleich die Geschichte vom Beginn einer großen Liebe, einer Rückkehr und Verwandlung zu den Ursprüngen des Daseins - wo Mensch und Tier, Pflanze und Stein noch nicht durch die tödliche Gewalt einer entfesselten Vernunft geschieden waren. Diese Verschränkung von mörderischem Ernstfall und paradiesischem Ausnahmezustand aber ist es, die den Leser immer wieder den Atem anhalten läßt. Das Buch gleitet aus der Zeit. Die zugleich bedrückende und befreiende Schwerelosigkeit, der Stillstand von Geschichte, der sich als wuchernde Ruhe ausbreitet, ließ mich in immer kürzeren Abständen Pausen einlegen, die Lektüre gleichsam rationieren - eine Angst, die von der untergründig wie Sprengungsdonner sich fortpflanzenden Vorahnung der Katastrophe, auf die der Bericht fraglos zusteuert, nur noch verstärkt wurde."
    "Die Berichterstatterin der Wand nimmt einen Standort außerhalb und gegen die Geschichte ein, den sie allerdings nicht frei gewählt hat, sondern den die katastrophische Konsequenz von Geschichte ihr zuwies. Der gewaltsamen Ausgrenzung kann sie sich nur durch eine bewußte Eingrenzung auf ihre Möglichkeiten, auf ihre Erfahrungen als Frau widersetzen. Sie rebelliert nicht gegen die Wand; sie anerkennt sie, nicht anders als Geburt und Tod, als eine von außen gesetzte Bedingung, ja Bestimmung ihres Lebens. Darin drückt sich nicht zuletzt auch der Nicht-Ort aus, der der Frau in der bürgerlichen Gesellschaft zugewiesen ist. Unbestechlich äußert sich die weibliche Gegenutopie der Wand auch darin, daß hier die latent in allen Texten dieser Autorin wirksame Polarität der Geschlechter auf eine letzte tödliche Auseinandersetzung sich zuspitzt. Es ist also eine spezifisch weibliche Situation und Erfahrung von Entfremdung, die der Berichterstatterin widerfährt. Zugleich hält sie, gegen alle Vernunft, an der Utopie eines weiblichen Lebenskonzepts fest - einer Utopie, die sich nicht dem Eskapismus oder der Regression einschreibt, sondern sich als Verwandlung entwirft."
  • Venske, Regula (1986) "Vielleicht, daß ein sehr entferntes Auge eine geheime Schrift aus diesem Splitterwerk enträtseln könnte ...": Zur Kritik der Rezeption Marlen Haushofers. In: Anne Duden, Jeannie Ebner, Irmela von der Lühe, Manuela Reichart, Uwe Schweikert, Oskar Jan Tauschinski, Regula Venske, Hans Weigel,Dorothee Zeemann (Hrsg.) "Oder war da manchmal noch etwas anderes?": Texte zu Marlen Haushofer. Verlag Neue Kritik, Frankfurt am Main. S. 43-66. Zitate:
    "Auf die Kategorie der Aktualität wird Die Wand gern reduziert, interessanterweise auch und gerade von Schriftsteller/innen der älteren, Haushofers eigener Generation. [...] Die derzeitige literarische Renaissance Haushofers erfolgt Anfang der 80er Jahre in einer gesellschaftlichen Stimmung, die durch Angst vor dem Atomtod geprägt ist. Dies begünstigt die Lesart des Romans als Science Fiction (Antizipation der Neutronenbombe) und (Anti-) Utopie vom Überleben nach dem Dritten Weltkrieg. So verblüffend 'aktuell' im journalistischen Sinn Haushofers Texte auch sein mögen, so erscheint mir diese Sicht doch peripher in bezug auf den Kern der Haushoferschen Zivilisationskritik. Denn diese geht über einen allgemeinen Kulturpessimismus - etwa 'Chemie in der Nahrung' - weit hinaus. Sie zielt auf die Basis des Patriarchats, die arbeitsteilige, hierarchisch strukturierte Beziehung zwischen den Geschlechtern. Auch enthält Die Wand bei aller Bitternis eine utopische Dimension - die Vernunft der Liebe und der Moral -, die in dieser Lesart nicht aufgeht; sie wird dann auf das 'Überleben' reduziert. Die Rede vom 'Überleben nach dem Dritten Weltkrieg', von Atomapokalypse etc. läßt den Roman aber insofern innerhalb der bestehenden Ordnung, als er damit wieder auf eine Opfergeschichte hin interpretiert wird - mit Opfern lassen sich Frauen gut identifizieren. Auf demselben Mißverständnis beruht die zum Teil vehemente Ablehnung Haushofers durch 'frauenbewegte' Rezensentinnen. Christa Kickbusch zum Beispiel liest Die Wand als ein "Protokoll weiblicher Deformation". Die Autorin erkenne "zwar deren Bedingungen, und in diesem Sinne ist es sicherlich ein feministisches Buch, vermag sie aber nicht zu verändern und fällt damit hinter einen heutigen feministischen Anspruch zurück." Nun ist es sicherlich nicht nur eine Frage der Formulierung, inwieweit ein Roman aus dem Jahr 1963 hinter einen zwanzig Jahre später geltenden Anspruch 'zurückfallen' kann. Andere Rezensentinnen lesen Die Wand gerade als Antizipation und Prozeß einer Emanzipation: "Eine Frau (...) wird autonom ..."
    Die enthusiastische Befürwortung oder ebenso emotionale Ablehnung des Romans durch Rezensentinnen hängt jeweils von deren feministischem oder literaturkritischem Ansatz ab. Während aber in der 'weiblichen Rezeption' unterschiedliche Standpunkte eingenommen und Auseinandersetzung geführt werden, herrscht bei den männlichen Kritikern jetzt einhelliges Lob. Beschwichtigend wird die Identitätsfindung einer Frau - und in diesem Sinne wird Die Wand von den männlichen Kritikern sehr wohl verstanden - vom 'radikalen Feminismus' abgegrenzt. [...]
    Der feministischen Aneignung entspricht auf der männlichen Seite antifeministische Vereinnahmung. [...]
    Befremdend aber wirkt das Lob aus männlichem Munde, wenn nicht gleichzeitig auch Stellung bezogen wird zu der scharfen und provokativen Kritik an bürgerlich-historischer Männlichkeit, wie sie Haushofers gesamtes Schreiben durchzieht. Geflissentlich haben die Herren Rezensenten diesen Punkt ignoriert, hätten sie sonst in der Kritik nicht auch sich selbst gespiegelt sehen müssen? Haushofers Ironie zielt ja auch gerade auf die Intellektuellen, "diese ernsthaften dezent gekleideten Männer", "die manchmal die Kleider ablegen und, bleich wie Kartoffeltriebe, darangehen, sich eine Stunde mit Liebe zu beschäftigen ..." Dem Haushoferschen Wissen um die Unfähigkeit der Männer zu lieben haben sich nur wenige gestellt. 'Männlichkeit' verstehe ich dabei durchgängig als kulturelles Konstrukt und bürgerlich-patriarchalisches Produkt, über die individuelle Liebesfähigkeit einzelner Männer wird damit (zum Glück) nichts ausgesagt."
    "Während die meisten männlichen Kritiker, ob in der zeitgenössischen oder heutigen Rezption, das Thema Männlichkeit also gar nicht wahrnehmen und zum Beispiel die Tötung des Mannes in Die Wand völlig außer aucht lassen, haben die wenigen Männer, die sich damit auseinandersetzen, sofort ein Etikett parat: Männerhaß. Die Kritik am Mann wird damit ein subjektives Problem der Frau, nicht aber der realen Männlichkeit."
  • Tauschinski, Oskar Jan (1986) Die geheimen Tapetentüren in Marlen Haushofers Prosa. In: Anne Duden, Jeannie Ebner, Irmela von der Lühe et al.: "Oder war da manchmal noch etwas anderes?": Texte zu Marlen Haushofer. Verlag Neue Kritik, Frankfurt am Main. S. 141-166. Zitate:
    "Marlen Haushofer setzt entschlossen ein Stück Urgeschichte der Menschheit mitten ins zwanzigste Jahrhundert und demonstriert es am Einzelschicksal der letzten Überlebenden einer Zivilisationskatastrophe. Gleichzeitig entrollt sie das Bild eines matriarchalisch regierten Mikrokosmos. Ihre Heldin, die in der Ich-Form schreibende Chronistin, setzt die ganze Liebe, den ganzen Stolz, das ganze Verantwortungsbewußtsein ihres Frauentums in die Fortsetzung und Erhaltung des kreatürlichen Lebens - und dies, obwohl sie genau weiß, daß weder für sie noch für ihre Tiere ein Funke Hoffnung glüht. Sie lebt mit heroischem Nihilismus im Geist und urmütterlichem Instinkt im Fleisch: erfinderisch wie Robinson, animalisch-beharrlich wie eine Gestalt von Hamsun, tapfer verzweifelt, als hätte Camus sie erdacht.
    Unheimlich berührt den Leser die Selbstbeschlossenheit dieser Frau in bezug auf die Menschen. Sie kennt in ihrer Verbannung jegliche Art von Qualen, nur eine nicht: die Sehnsucht nach einem geliebten Du. Ihr Mann ist längst tot, kaum eine Erinnerung. Die Töchter sind ihr entwachsen. Sie hat niemanden jenseits der Wand zurückgelassen, den sie herbeisehnt, der ihr fehlt.
    In der Wand gibt es nur ein Hier und Jetzt. Es gibt keine wesentliche Vergangenheit, denn alles, was vorher war, ist bloß Erinnerung ohne Bezug auf die Gegenwart. Und es gibt - darin liegt die Tragik des Konzepts - keine wie immer geartete Zukunft.
    Eigentümlicherweise liegt die Spannung in der sachlich trockenen, pedantisch genauen Schilderung der Alltagsfron dieser Frau, die nie geahnt hat, daß sie sich auf den frühesten Kulturstufen der Menschheit als Jägerin, Viehzüchterin und Ackerbauerin werde bewähren müssen. So wird jede in Angriff genommene Arbeit zum aufregenden Abenteuer, jede vollbrachte Leistung zum kaum erhofften, kaum faßbaren Sieg über die eigene Unzulänglichkeit. Und diese kleinen Siege sind es, auf die wir beim Lesen voller Anteilnahme hoffen und die uns den von vornherein außer Zweifel stehenden traurigen Ausgang aller Bemühungen mit Fassung erwarten lassen.
    Die Wand wird zum Gleichnis einer ad absurdum geführten Zivilisation. Freilich erschöpft sich ihre Symbolkraft nicht auf dieser Ebene. Auch die Erkenntnis der Einsamkeit des Menschen inmitten seiner Welt wird in der Haushoferschen Parabel deutlich sichtbar. Um die Mitte seines Lebens stößt ja fast jeder Homo sapiens auf die "Wand", tastet sich mühsam an dem unbegreiflichen Hindernis entlang und meint, er müsse einen Ausweg, einen Durchlaß finden, bis er allmählich die bittere Tatsache seines Monadentums erkennt und sich in sien Los findet, indem er den Leerlauf des Wartens auf den Tod als einen emsigen Lebenserhaltungsprozeß tarnt.
    Und hiermit sind wir bei der Hoffnungslosigkeit dieses tapferen Buches und der Weltraumkälte dieser von so viel animalischer Wärme gespeisten Geschichte angelangt. Kein noch so bescheidenen Quentchen Optimismus, keine noch so unwägbare Ermunterung wird dem strengen Befehl zum Weitermachen beigefügt. Erwarte nichts und trachte dennoch, mit allen deinen Kräften zu bestehen! Du bist allein. Keinem Menschen bist Du nütze. Und fände sich auch ein Mensch in deiner Nähe, sei überzeugt, er wäre dein Todfeind!
    Darum schließt diese tragische Zurücknahme aller Robinson-Romantik mit der erschütternden Tatsache, daß der plötzlich auftauchende einzige Mann als Gewalttäter und Mörder in das mühsam aufgebaute Reich des Mutterrechtes eindringt - und von der Heldin erschossen werden muß."
  • Weigel, Hans (1986) Marlen Haushofer. In: Anne Duden, Jeannie Ebner, Irmela von der Lühe et al.:  "Oder war da manchmal noch etwas anderes?": Texte zu Marlen Haushofer. Verlag Neue Kritik, Frankfurt am Main. S. 167-177. Zitate:
    "Als ich das Manuskript ihres nächsten Romans [Die Wand] urgierte, meinte sie: "Der wird dir nicht g'fallen - es ist eine Katzengeschichte." "
    "Dann war der erste Roman für Sigbert Mohn fertig geworden. Marlen brachte ihn mir verabredungsgemäß nach Wien und überreichte ihn mir im "Raimund". Es eilte, der Verlag wollte das Manuskript möglichst schnell bekommen.
    "Da muß ich wieder die Absätze und Beistriche machen?" - "Ja", sagte sie, als wär's selbstverständlich. ich öffnete die Mappe. Der Text begann auf dem zuoberst liegenden Blatt. "Und der Titel?" - "Den mußt du auch machen." "
    "Die Wand war - nein! Die Wand ist ein großer Roman, die bezwingende, bis ins letzte durchdachte und stimmende Darstellung einer Ur-Situation. [...]
    Das Buch endet nicht mit einer wunderbaren Rettung, und doch ist das Ende positiv. [...]
    Für den Verlag schrieb ich einen Text, in dem ich Die Wand mit "Robinson Crusoe", der "Pest" von Albert Camus und Hamsuns "Segen der Erde" verglich. [...] Der Verlag tat, was Verleger, glaube ich, in keinem anderen Fall getan haben: Er distanzierte sich in seinem Prospekt von dem Lob, das er als vielleicht übertrieben bezeichnete."
  • Carsten Scheibe (1991) Marlen Haushofer: Die Wand (Besprechung). Science Fiction Media Nr. 87/1991, S. 21-22. Zitate:
    "Es ist überaus spannend, die Erzählung der Protagonistin zu verfolgen, einen Menschen in einer aussichtslosen Extremsituation zu beobachten."
    "Ebenso langsam wie sie diese Techniken erlernt, begreift sie von Tag zu Tag mehr, daß sie nichts mehr mit der Städterin, die sie einmal war, gemeinsam hat. Alle Konventionen, Verpflichtungen und Zwänge sind von ihr abgefallen, und sie muß sich nicht mehr verstellen, um für andere Leute ein denen genehmes Bild abzugeben [...] Der Roman, als rückblickende Niederschrift der durch die Wand gefangenen Person verfaßt, bietet nicht nur eine faszinierende Situation, sondern nutzt sie auch kongenial aus. Sehr niveauvoll wird in einer herausragenden Sprache geschildert, was die Person erlebt und fühlt. Dabei entsteht kein Paradies, in dem man tun und lassen kann, was man will, wie einige von uns sich das jetzt sicherlich malerisch vorstellen dürften, sondern eine das Leben eingrenzende Situation, in der man ganz auf sich allein gestellt ist. Freude, Leid und Angst bestimmen diese Leben, und über all dem liegt der grenzenlose Wunsch, einfach zu überleben."
  • Die Wand : nach dem Roman "Die Wand" von Marlen Haushofer. Drehbuch von Heide Kouba, Karin Brandauer. MR-Film, Wien, 1991
  • laOkOOn i/O // inPut & outPut zur literatur (Besprechung von Herbert Huber)
  • Carpe Librum (Besprechung von Herbert Huber)
  • Ulrike Vedder (1998) Haushofer, Marlen. In: Ute Hechtfischer, Renate Hof, Inge Stephan, Flora Veit-Wild (Hrsg.) Metzler-Autorinnen-Lexikon. Metzler, Stuttgart. S. 216-218. Zitat:
    "In Die Wand verliert das Normale seine Selbstverständlichkeit, so daß es als eigentlicher Wahnsinn sichtbar wird, gezeichnet von Zerstörungswut und der Unfähigkeit zu lieben. H.s bekanntester und nach ihrer Einschätzung 'wesentlichster' Roman, der mit seiner Neuauflage 1983 ihren späten Ruhm begründet, ist zwar außerhalb der alltäglichen Ordnung angesiedelt, stellt aber an sie die grundlegenden Fragen unserer Zivilisation, nämlich was der Mensch sei und was seine Menschlichkeit ausmache. Indem Die Wand die Gefahren des 'Entmenscht-Seins' - in der Konfrontation der letzten beiden Überlebenden, Frau und Mann - ausspielt, läßt sich der Vernichtungswille (auch des Nationalsozialismus) nicht als das ganz Andere, sondern als eine Konsequenz der herrschenden Ordnung lesen."
  • Anonyme Besprechung 1998
  • Andreas Mayr (2000) ,,Die Wand" - Roman von Marlen Haushofer. Referat
  • Claudine Fleury (2000) Marlen Haushofer - Die Wand. Schulreferat
  • Titus Nemeth (2001) Veränderungen im Bewusstsein der Autorin - Werkbesprechung von M. Haushofers: ,,Die Wand". Hausarbeit
  • ZDF - Lesen (Besprechung von Christoph Nettersheim)
  • Wikipedia
  • Carpe Librum (Besprechung von Michael Matzer)
  • Carpe Librum (Besprechung der Hörbuchversion von Michael Matzer)
  • X-Zine (Besprechung von Markus Mäurer) (deutsch)
Seitenanfang