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Die Wand
geschrieben von Marlen Haushofer
Erstveröffentlichung: 1963 (Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh); Sprache: Deutsch (Österreich)
Deutsche Ausgaben: vergriffene, aktuelle
Kategorien: Robinsonade
Kurzbeschreibung: (Klappentext)
Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Abends unternimmt das Paar noch einen Gang ins Dorf. Am Morgen
stellt sich heraus, daß die beiden in der Nacht nicht zurückgekehrt sind. Zusammen mit dem Hund macht die Frau sich auf den Weg, um sie zu suchen. Doch plötzlich kehrt der Hund
mit blutender Schnauze zu ihr zurück, und dann stößt sie selbst ein unsichtbares Hindernis. Es ist eine riesige gläserne Wand, durch die sie, der Hund, eine Katze und eine trächtige
Kuh in einem genau umgrenzten Stück Natur gefangen sind ...
Kommentare, Besprechungen, u.ä.:
- IST (1983) Die Wand. Emma Nr. 9, S. 47 (Kurzbesprechung).
Zitat: "Die Wand ist aber auch eine Parabel:
Eine Frau, abgeschnitten von all den Bedingungen, unter denen sie zu leben
gewohnt ist, beginnt sich selbst zu vertrauen, lernt ihre ungeahnten Fähigkeiten
kennen, wird autonom. Trocken ist der Bericht, in dem die Frau ihr neues
Leben beschreibt, die Sprache am Praktischen orientiert, am Überlebenskampf,
die Worte bezeichnen konkrete Dinge: Milch, Stall, Heu, Gewehr, Schlucht."
- Schweikert, Uwe (1986) Im toten Winkel - Notizen bei der Lektüre
von Marlen Haushofers Roman "Die Wand". In: Anne Duden, Jeannie Ebner,
Irmela von der Lühe et al. (Hrsg.) "Oder war da manchmal noch
etwas anderes?": Texte zu Marlen Haushofer. Verlag Neue Kritik, Frankfurt
am Main. S. 11-20. Zitate:
"Mit der Lektüre der Wand ist es mir seltsam ergangen.
Sie hat eine Verstörung bewirkt, die nicht weichen will und die sich
jeder ästhetischen Auflösung widersetzt. [...] Die Wand
versetzte mich in einen Zustand der Hilflosigkeit, der Unruhe. Die ersten
Sätze versprechen dem Leser einen einfachen Bericht - den Bericht
einer (später wird sich herausstellen: namenlosen, etwa vierzigjährigen)
Frau, die schreiben muß, will sie nicht den Verstand verlieren. Nach
dieser Angst-Ouvertüre [...] entwickelt sich aber schnell alles ganz
anders, als der Leser es erwarten möchte. Er wird, wie von unsichtbarer
Hand, herausgehoben aus der Wirklichkeit und in einen Zustand traumatischer
Über-Wirklichkeit versetzt, die sich aber so ruhig, selbstverständlich
und gelassen präsentiert, daß er sich nicht damit beruhigen
könnte, mit einer Psychose konfrontiert zu sein. Der Schock wird ihm,
wie der Berichterstatterin, nicht bei Bewußtsein, sondern im Unterbewußtsein
versetzt."
"Die Bedrückung bei der Lektüre entsteht aus der unerregten
Normalität des Alltags, den diese Frau weiterhin zu (über-) leben
gezwungen ist, aus der unerregten Nüchternheit der Sprache, die ihr
Bericht spricht. Obwohl nichts mehr ist, wie es zuvor gewesen war, hält
die Frau einen Tageslauf aufrecht, als hätte sich nichts geändert."
"Die Wand ist der Bericht vom Ende der Welt und zugleich die Geschichte
vom Beginn einer großen Liebe, einer Rückkehr und Verwandlung
zu den Ursprüngen des Daseins - wo Mensch und Tier, Pflanze und Stein
noch nicht durch die tödliche Gewalt einer entfesselten Vernunft geschieden
waren. Diese Verschränkung von mörderischem Ernstfall und paradiesischem
Ausnahmezustand aber ist es, die den Leser immer wieder den Atem anhalten
läßt. Das Buch gleitet aus der Zeit. Die zugleich bedrückende
und befreiende Schwerelosigkeit, der Stillstand von Geschichte, der sich
als wuchernde Ruhe ausbreitet, ließ mich in immer kürzeren Abständen
Pausen einlegen, die Lektüre gleichsam rationieren - eine Angst, die
von der untergründig wie Sprengungsdonner sich fortpflanzenden Vorahnung
der Katastrophe, auf die der Bericht fraglos zusteuert, nur noch verstärkt
wurde."
"Die Berichterstatterin der Wand nimmt einen Standort außerhalb
und gegen die Geschichte ein, den sie allerdings nicht frei gewählt
hat, sondern den die katastrophische Konsequenz von Geschichte ihr zuwies.
Der gewaltsamen Ausgrenzung kann sie sich nur durch eine bewußte
Eingrenzung auf ihre Möglichkeiten, auf ihre Erfahrungen als Frau
widersetzen. Sie rebelliert nicht gegen die Wand; sie anerkennt sie, nicht
anders als Geburt und Tod, als eine von außen gesetzte Bedingung,
ja Bestimmung ihres Lebens. Darin drückt sich nicht zuletzt auch der
Nicht-Ort aus, der der Frau in der bürgerlichen Gesellschaft zugewiesen
ist. Unbestechlich äußert sich die weibliche Gegenutopie der
Wand auch darin, daß hier die latent in allen Texten dieser Autorin
wirksame Polarität der Geschlechter auf eine letzte tödliche
Auseinandersetzung sich zuspitzt. Es ist also eine spezifisch weibliche
Situation und Erfahrung von Entfremdung, die der Berichterstatterin widerfährt.
Zugleich hält sie, gegen alle Vernunft, an der Utopie eines weiblichen
Lebenskonzepts fest - einer Utopie, die sich nicht dem Eskapismus oder
der Regression einschreibt, sondern sich als Verwandlung entwirft."
- Venske, Regula (1986) "Vielleicht, daß ein sehr entferntes
Auge eine geheime Schrift aus diesem Splitterwerk enträtseln könnte
...": Zur Kritik der Rezeption Marlen Haushofers. In: Anne Duden, Jeannie
Ebner, Irmela von der Lühe, Manuela Reichart, Uwe Schweikert, Oskar
Jan Tauschinski, Regula Venske, Hans Weigel,Dorothee Zeemann (Hrsg.) "Oder
war da manchmal noch etwas anderes?": Texte zu Marlen Haushofer. Verlag
Neue Kritik, Frankfurt am Main. S. 43-66. Zitate:
"Auf die Kategorie der Aktualität wird Die Wand gern reduziert,
interessanterweise auch und gerade von Schriftsteller/innen der älteren,
Haushofers eigener Generation. [...] Die derzeitige literarische Renaissance
Haushofers erfolgt Anfang der 80er Jahre in einer gesellschaftlichen Stimmung,
die durch Angst vor dem Atomtod geprägt ist. Dies begünstigt
die Lesart des Romans als Science Fiction (Antizipation der Neutronenbombe)
und (Anti-) Utopie vom Überleben nach dem Dritten Weltkrieg. So verblüffend
'aktuell' im journalistischen Sinn Haushofers Texte auch sein mögen,
so erscheint mir diese Sicht doch peripher in bezug auf den Kern der Haushoferschen
Zivilisationskritik. Denn diese geht über einen allgemeinen Kulturpessimismus
- etwa 'Chemie in der Nahrung' - weit hinaus. Sie zielt auf die Basis des
Patriarchats, die arbeitsteilige, hierarchisch strukturierte Beziehung
zwischen den Geschlechtern. Auch enthält Die Wand bei aller
Bitternis eine utopische Dimension - die Vernunft der Liebe und der Moral
-, die in dieser Lesart nicht aufgeht; sie wird dann auf das 'Überleben'
reduziert. Die Rede vom 'Überleben nach dem Dritten Weltkrieg', von
Atomapokalypse etc. läßt den Roman aber insofern innerhalb der
bestehenden Ordnung, als er damit wieder auf eine Opfergeschichte hin interpretiert
wird - mit Opfern lassen sich Frauen gut identifizieren. Auf demselben
Mißverständnis beruht die zum Teil vehemente Ablehnung Haushofers
durch 'frauenbewegte' Rezensentinnen. Christa Kickbusch zum Beispiel liest
Die Wand als ein "Protokoll weiblicher Deformation". Die Autorin
erkenne "zwar deren Bedingungen, und in diesem Sinne ist es sicherlich
ein feministisches Buch, vermag sie aber nicht zu verändern und fällt
damit hinter einen heutigen feministischen Anspruch zurück." Nun ist
es sicherlich nicht nur eine Frage der Formulierung, inwieweit ein Roman
aus dem Jahr 1963 hinter einen zwanzig Jahre später geltenden Anspruch
'zurückfallen' kann. Andere Rezensentinnen lesen Die Wand gerade
als Antizipation und Prozeß einer Emanzipation: "Eine Frau (...)
wird autonom ..."
Die enthusiastische Befürwortung oder ebenso emotionale Ablehnung
des Romans durch Rezensentinnen hängt jeweils von deren feministischem
oder literaturkritischem Ansatz ab. Während aber in der 'weiblichen
Rezeption' unterschiedliche Standpunkte eingenommen und Auseinandersetzung
geführt werden, herrscht bei den männlichen Kritikern jetzt einhelliges
Lob. Beschwichtigend wird die Identitätsfindung einer Frau - und in
diesem Sinne wird Die Wand von den männlichen Kritikern sehr
wohl verstanden - vom 'radikalen Feminismus' abgegrenzt. [...]
Der feministischen Aneignung entspricht auf der männlichen Seite
antifeministische Vereinnahmung. [...]
Befremdend aber wirkt das Lob aus männlichem Munde, wenn nicht
gleichzeitig auch Stellung bezogen wird zu der scharfen und provokativen
Kritik an bürgerlich-historischer Männlichkeit, wie sie Haushofers
gesamtes Schreiben durchzieht. Geflissentlich haben die Herren Rezensenten
diesen Punkt ignoriert, hätten sie sonst in der Kritik nicht auch
sich selbst gespiegelt sehen müssen? Haushofers Ironie zielt ja auch
gerade auf die Intellektuellen, "diese ernsthaften dezent gekleideten Männer",
"die manchmal die Kleider ablegen und, bleich wie Kartoffeltriebe, darangehen,
sich eine Stunde mit Liebe zu beschäftigen ..." Dem Haushoferschen
Wissen um die Unfähigkeit der Männer zu lieben haben sich nur
wenige gestellt. 'Männlichkeit' verstehe ich dabei durchgängig
als kulturelles Konstrukt und bürgerlich-patriarchalisches Produkt,
über die individuelle Liebesfähigkeit einzelner Männer wird
damit (zum Glück) nichts ausgesagt."
"Während die meisten männlichen Kritiker, ob in der zeitgenössischen
oder heutigen Rezption, das Thema Männlichkeit also gar nicht wahrnehmen
und zum Beispiel die Tötung des Mannes in Die Wand völlig
außer aucht lassen, haben die wenigen Männer, die sich damit
auseinandersetzen, sofort ein Etikett parat: Männerhaß. Die
Kritik am Mann wird damit ein subjektives Problem der Frau, nicht aber
der realen Männlichkeit."
- Tauschinski, Oskar Jan (1986) Die geheimen Tapetentüren in
Marlen Haushofers Prosa. In: Anne Duden, Jeannie Ebner, Irmela von der
Lühe et al.: "Oder war da manchmal noch etwas anderes?": Texte
zu Marlen Haushofer. Verlag Neue Kritik, Frankfurt am Main. S. 141-166.
Zitate:
"Marlen Haushofer setzt entschlossen ein Stück Urgeschichte der
Menschheit mitten ins zwanzigste Jahrhundert und demonstriert es am Einzelschicksal
der letzten Überlebenden einer Zivilisationskatastrophe. Gleichzeitig
entrollt sie das Bild eines matriarchalisch regierten Mikrokosmos. Ihre
Heldin, die in der Ich-Form schreibende Chronistin, setzt die ganze Liebe,
den ganzen Stolz, das ganze Verantwortungsbewußtsein ihres Frauentums
in die Fortsetzung und Erhaltung des kreatürlichen Lebens - und dies,
obwohl sie genau weiß, daß weder für sie noch für
ihre Tiere ein Funke Hoffnung glüht. Sie lebt mit heroischem Nihilismus
im Geist und urmütterlichem Instinkt im Fleisch: erfinderisch wie
Robinson, animalisch-beharrlich wie eine Gestalt von Hamsun, tapfer verzweifelt,
als hätte Camus sie erdacht.
Unheimlich berührt den Leser die Selbstbeschlossenheit dieser
Frau in bezug auf die Menschen. Sie kennt in ihrer Verbannung jegliche
Art von Qualen, nur eine nicht: die Sehnsucht nach einem geliebten Du.
Ihr Mann ist längst tot, kaum eine Erinnerung. Die Töchter sind
ihr entwachsen. Sie hat niemanden jenseits der Wand zurückgelassen,
den sie herbeisehnt, der ihr fehlt.
In der Wand gibt es nur ein Hier und Jetzt. Es gibt keine wesentliche
Vergangenheit, denn alles, was vorher war, ist bloß Erinnerung ohne
Bezug auf die Gegenwart. Und es gibt - darin liegt die Tragik des Konzepts
- keine wie immer geartete Zukunft.
Eigentümlicherweise liegt die Spannung in der sachlich trockenen,
pedantisch genauen Schilderung der Alltagsfron dieser Frau, die nie geahnt
hat, daß sie sich auf den frühesten Kulturstufen der Menschheit
als Jägerin, Viehzüchterin und Ackerbauerin werde bewähren
müssen. So wird jede in Angriff genommene Arbeit zum aufregenden Abenteuer,
jede vollbrachte Leistung zum kaum erhofften, kaum faßbaren Sieg
über die eigene Unzulänglichkeit. Und diese kleinen Siege sind
es, auf die wir beim Lesen voller Anteilnahme hoffen und die uns den von
vornherein außer Zweifel stehenden traurigen Ausgang aller Bemühungen
mit Fassung erwarten lassen.
Die Wand wird zum Gleichnis einer ad absurdum geführten
Zivilisation. Freilich erschöpft sich ihre Symbolkraft nicht auf dieser
Ebene. Auch die Erkenntnis der Einsamkeit des Menschen inmitten seiner
Welt wird in der Haushoferschen Parabel deutlich sichtbar. Um die Mitte
seines Lebens stößt ja fast jeder Homo sapiens auf die "Wand",
tastet sich mühsam an dem unbegreiflichen Hindernis entlang und meint,
er müsse einen Ausweg, einen Durchlaß finden, bis er allmählich
die bittere Tatsache seines Monadentums erkennt und sich in sien Los findet,
indem er den Leerlauf des Wartens auf den Tod als einen emsigen Lebenserhaltungsprozeß
tarnt.
Und hiermit sind wir bei der Hoffnungslosigkeit dieses tapferen Buches
und der Weltraumkälte dieser von so viel animalischer Wärme gespeisten
Geschichte angelangt. Kein noch so bescheidenen Quentchen Optimismus, keine
noch so unwägbare Ermunterung wird dem strengen Befehl zum Weitermachen
beigefügt. Erwarte nichts und trachte dennoch, mit allen deinen Kräften
zu bestehen! Du bist allein. Keinem Menschen bist Du nütze. Und fände
sich auch ein Mensch in deiner Nähe, sei überzeugt, er wäre
dein Todfeind!
Darum schließt diese tragische Zurücknahme aller Robinson-Romantik
mit der erschütternden Tatsache, daß der plötzlich auftauchende
einzige Mann als Gewalttäter und Mörder in das mühsam aufgebaute
Reich des Mutterrechtes eindringt - und von der Heldin erschossen werden
muß."
- Weigel, Hans (1986) Marlen Haushofer. In: Anne Duden, Jeannie Ebner,
Irmela von der Lühe et al.: "Oder war da manchmal noch
etwas anderes?": Texte zu Marlen Haushofer. Verlag Neue Kritik, Frankfurt
am Main. S. 167-177. Zitate:
"Als ich das Manuskript ihres nächsten Romans [Die Wand]
urgierte, meinte sie: "Der wird dir nicht g'fallen - es ist eine Katzengeschichte."
"
"Dann war der erste Roman für Sigbert Mohn fertig geworden. Marlen
brachte ihn mir verabredungsgemäß nach Wien und überreichte
ihn mir im "Raimund". Es eilte, der Verlag wollte das Manuskript möglichst
schnell bekommen.
"Da muß ich wieder die Absätze und Beistriche machen?" -
"Ja", sagte sie, als wär's selbstverständlich. ich öffnete
die Mappe. Der Text begann auf dem zuoberst liegenden Blatt. "Und der Titel?"
- "Den mußt du auch machen." "
"Die Wand war - nein! Die Wand ist ein großer Roman, die bezwingende,
bis ins letzte durchdachte und stimmende Darstellung einer Ur-Situation.
[...]
Das Buch endet nicht mit einer wunderbaren Rettung, und doch ist das
Ende positiv. [...]
Für den Verlag schrieb ich einen Text, in dem ich Die Wand mit
"Robinson Crusoe", der "Pest" von Albert Camus und Hamsuns "Segen der Erde"
verglich. [...] Der Verlag tat, was Verleger, glaube ich, in keinem anderen
Fall getan haben: Er distanzierte sich in seinem Prospekt von dem Lob,
das er als vielleicht übertrieben bezeichnete."
- Carsten Scheibe (1991) Marlen Haushofer:
Die Wand (Besprechung). Science Fiction Media Nr. 87/1991, S. 21-22. Zitate:
"Es
ist überaus spannend, die Erzählung der Protagonistin zu verfolgen,
einen Menschen in einer aussichtslosen Extremsituation zu beobachten."
"Ebenso langsam wie sie diese Techniken
erlernt, begreift sie von Tag zu Tag mehr, daß sie nichts mehr mit
der Städterin, die sie einmal war, gemeinsam hat. Alle Konventionen,
Verpflichtungen und Zwänge sind von ihr abgefallen, und sie muß
sich nicht mehr verstellen, um für andere Leute ein denen genehmes
Bild abzugeben [...]
Der Roman, als rückblickende Niederschrift
der durch die Wand gefangenen Person verfaßt, bietet nicht nur eine
faszinierende Situation, sondern nutzt sie auch kongenial aus. Sehr niveauvoll
wird in einer herausragenden Sprache geschildert, was die Person erlebt
und fühlt. Dabei entsteht kein Paradies, in dem man tun und lassen
kann, was man will, wie einige von uns sich das jetzt sicherlich malerisch
vorstellen dürften, sondern eine das Leben eingrenzende Situation,
in der man ganz auf sich allein gestellt ist. Freude, Leid und Angst bestimmen
diese Leben, und über all dem liegt der grenzenlose Wunsch, einfach
zu überleben."
- Die Wand : nach dem Roman "Die Wand" von Marlen Haushofer. Drehbuch von Heide Kouba, Karin Brandauer. MR-Film, Wien, 1991
- laOkOOn i/O // inPut & outPut zur literatur (Besprechung von Herbert Huber)
- Carpe Librum (Besprechung von Herbert Huber)
- Ulrike Vedder (1998) Haushofer, Marlen.
In: Ute Hechtfischer, Renate Hof, Inge Stephan, Flora Veit-Wild (Hrsg.) Metzler-Autorinnen-Lexikon. Metzler, Stuttgart. S. 216-218. Zitat:
"In Die Wand verliert das Normale seine Selbstverständlichkeit, so daß es als eigentlicher
Wahnsinn sichtbar wird, gezeichnet von Zerstörungswut und der Unfähigkeit zu lieben. H.s bekanntester
und nach ihrer Einschätzung 'wesentlichster' Roman, der mit seiner Neuauflage 1983 ihren späten Ruhm
begründet, ist zwar außerhalb der alltäglichen Ordnung angesiedelt, stellt aber an sie die
grundlegenden Fragen unserer Zivilisation, nämlich was der Mensch sei und was seine Menschlichkeit ausmache.
Indem Die Wand die Gefahren des 'Entmenscht-Seins' - in der Konfrontation der letzten beiden
Überlebenden, Frau und Mann - ausspielt, läßt sich der Vernichtungswille (auch des Nationalsozialismus)
nicht als das ganz Andere, sondern als eine Konsequenz der herrschenden Ordnung lesen."
- Anonyme Besprechung 1998
- Andreas Mayr (2000) ,,Die Wand" - Roman von Marlen Haushofer. Referat
- Claudine Fleury (2000) Marlen Haushofer - Die Wand. Schulreferat
- Titus Nemeth (2001) Veränderungen im Bewusstsein der Autorin - Werkbesprechung von M. Haushofers: ,,Die Wand". Hausarbeit
- ZDF - Lesen (Besprechung von Christoph Nettersheim)
- Wikipedia
- Carpe Librum (Besprechung von Michael Matzer)
- Carpe Librum (Besprechung der Hörbuchversion von Michael Matzer)
- X-Zine (Besprechung von Markus Mäurer) (deutsch)
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