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Araquin
geschrieben von Marockh Lautenschlag
Erstveröffentlichung: 1982 (Medea-Frauenverlag, Frankfurt am Main); Sprache: Deutsch
Deutsche Ausgaben: vergriffene, aktuell keine
Kategorien: Fantasy
Kurzbeschreibung:
Kommentare, Besprechungen, u.ä.:
- Dorothee
Beckhoff (1985). Zitat (S. 134): "Manche Texte militanter feministischer
Provinienz rächen sich mit leidenschaftlichen Allmachtsphantasien
für die Deformation, die das weibliche Ich in der Geschichte des Patriarchats
erleiden mußte. Diese 'literarische Rache' ist in der Tendenz verständlich
und erklärbar[...]. Befremden rufen dagegen solche Texte hervor, die
nichts anderes vermitteln als die bekannte männliche Aggressor-Mentalität,
nur diesmal unter weiblichen Vorzeichen.
Ein solches negatives Exempel statuiert
der Roman Araquin von Marockh Lautenschlag. In einer bizarren Mischung
aus Mythologie und Banalität erzählt der Roman die Abenteuer
dreier Amazonen in einer Männerwelt, in der allenthalben männliche
Köpfe rollen und Ströme von Blut fließen. Lautenschlags
feministische Perspektive erschöpft sich in dem schlichten Austausch
von Personalpronomen. Im Grunde ist ihr Konzept die weibliche Imitation
traditioneller Männlichkeitsbilder: die starke Heldin, die edelmütig
für die Bedrängten kämpft, ihren Feinden gegenüber
aber kein Pardon kennt und deren einzige Devise 'Kopf ab' lautet.
Am Beispiel Araquin wird deutlich,
in welche Sackgasse eine sogenannte feministische Perspektive führt,
deren Selbstverständnis kritiklos fremde Seins-Entwürfe übernimmt."
- Göttinnengeflüster, ein Zitat aus Araquin
- Wilde Wege, ein Zitat aus Araquin
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