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Terry [David John] Pratchett (1948-), Großbritannien

Geboren in Beaconsfield, Buckinghamshire, Großbritannien. Pratchett ging zur Wycombe Technical High School. Später arbeitete als Journalist in Buckinghamshire, Bristol und Bath und von 1980 bis 1987 als Pressesprecher einer Elektrizitätsgesellschaft. Nebenher schrieb er. 1968 heiratete Pratchett. Er und seine Frau Lyn haben eine Tochter, Rhianna.
Bereits während der Schulzeit, 1963, veröffentlichte er seine erste Geschichte ('The Hades Business'), 1971 seinen ersten Roman (The Carpet People). 1983 erschien sein erster Scheibenwelt-Fantasyroman, The Colour of Magic (dts. Die Farben der Fantasie/Die Farben der Magie), mit dem es zum ersten großen Erfolg kam. Schreiben wurde zu Pratchetts Hauptberuf. Inzwischen hat er mehr als ein Dutzend Scheibenwelt-Romane veröffentlicht. In Großbritannien sollen sie 1% aller verkauften Bücher ausmachen.
1994-95 war Pratchett Vorsitzender der Society of Authors.
Q: u.a. Epilog, Locus Magazine Interview Dezember 1999, Locus Online 15.7.2002, Locus Online 5.9.2003, ISFDB Bibliography, Locus Online 30.6.2004, Locus Online 3.7.2005, Mythopoeic Fantasy Award Website

Auszeichnungen:

  • 1989 British Science Fiction Award für den Roman Pyramids
  • 1993 Writer's Guild Children Book of the Year Award
  • 1993 British Book Awards Science Fiction and Fantasy Writer of the Year
  • 2002 Carnegie Medal (Auszeichnung für das beste Kinderbuch)
  • 2003 Prometheus Awards for Libertarian science fiction and fantasy für den Roman Night Watch
  • 2004 Locus Poll Award in der Kategorie Jugendbuch für den Roman The Wee Free Men
  • 2005 Locus Poll Award für den Roman A Hat Full of Sky in der Kategorie Jugendbuch
  • 2005 Mythopoeic Fantasy Award für den Roman A Hat Full of Sky in der Kategorie Jugendbuch

Websites zu Terry Pratchett:

Interviews mit und Artikel zu Terry Pratchett:

  • Paul Kincaid (1990) Ein Gespräch mit Terry Pratchett. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Das Science Fiction Jahr #5 - Ausgabe 1990. Heyne Science Fiction & Fantasy 4640, Heyne, München. S. 111-126 (übersetzt von Andreas Brandhorst, ursprünglich erschienen in Interzone 25, Sept./Okt. 1988). Zitate:
    "Ich legte mir einen Computer zu [...]. Heute weiß ich, daß es dadurch zu einer entscheidenden Wende in meinem Schriftstellerdasein kam. Mit Papier kam ich nie gut zurecht, und mit dem Computer konnte ich im Tempo meiner Gedanken schreiben. Ich brauchte kein neues Blatt mehr einzuspannen. Es war auch nicht mehr nötig, bestimmte Stellen auszuschneiden und sie auf andere Blätter zu kleben, um Schreibarbeit zu sparen. Das leichtere, bequemere Arbeiten gab mir einen solchen Auftrieb, daß ich über einen Zeitraum von drei Jahren einen täglichen Durchschnitt von 500 Worten schaffte. [...] Nun, natürlich wird eine Menge gestrichen oder gekürzt, doch das spielt keine Rolle. Es ist so, als grabe man nach Gold: Man muß viel Erde bewegen, um ein oder zwei Nuggets zu finden."
    "Es wäre sicher falsch, den Humor in eine Formel pressen zu wollen, aber man kann eine bestimmte Passage betrachten und sagen: He, diese Pointe hat genau den richtigen Schliff. Oder: Nein, so klappt es nicht; es fehlt die nötige Vorbereitung, um das ganze komische Potential der Szene zur Geltung zu bringen.
    Einige Freunde von mir bekommen Manuskriptkopien mit der Bitte um Kritik, und ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, alle Anregungen sorgfältig zu prüfen. Bei solchen Gelegenheiten fühle ich mich nie auf den Schlips getreten: Wenn jemand einen Gag nicht für so witzig hält wie ich, so bin ich nicht etwa sauer, sondern überlege, wie ich ihn komischer gestalten kann. [...]
    Oft heißt es: Wenn man damit beginnt, eine Komödie zu analysieren, verliert sie ihre Komik. Ich bin anderer Ansicht. In Ordnung, man kann nie ganz sicher sein, wann man mit einem schallenden Gelächter belohnt wird. Aber man beherrscht sein Handwerk nur schlecht, wenn man nicht einigermaßen sicher sein kann, daß wenigstens einige der Gags gut sind."
    "Ab und zu frage ich mich verwirrt, wie ich meine Bücher einordnen soll. Sie sind wohl kaum dazu geeignet, irgendeinen Preis zu gewinnen, aber eins steht fest: Sie finden viele Käufer. Gelegentlich sehe ich übers literarische Meer und beobachtete die hehren Größen, die mit ihren Surfbrettern Kunststücke vollführen, während ich mit Eimerchen und Schaufel am Ufer bleibe und Seesterne und Muscheln sammle, weil ich es nicht mit den tollen Kerlen dort draußen aufnehmen kann. Ich plansche nur im seichten Wasser - und bin zufrieden und glücklich. [...]
    Andererseits: Die ganze Sache beunruhigt mich zwar nicht, aber sie erscheint mir wie ein seltsamer Traum. Ich weiß, daß meine Werke keinen sonderlichen Tiefgang haben, aber viele Menschen lesen sie, und man bezahlt mir immer mehr Geld, um solche Bücher zu verfassen. Oft befürchte ich, daß man mich eines Tages durchschaut. Wenn ich einen neuen Roman beginne, denke ich häufig: Diesmal wird die ganze Welt merken, daß du so etwas eigentlich gar nicht schreiben kannst. Es ist wirklich eigenartig."
  • Anonym (1991) Pratchett & Gaiman: The Double Act. Auszug aus Locus Magazine March 1991
  • Berit Neumann (1995) Berit Neumann im Gespräch mit Terry Pratchett. Alien Contact 22/1995
  • Linda Richards (1995) Terry Pratchett's Discworld: On soul music, dealing with fame and weaving fantasies (Interview). January Magazine 1995
  • Moderierter Chat mit Terry Pratchett am 1. September 1997. Gastgeber: SCIFI.COM
  • Anonym (1999) Terry Pratchett: Discworld & Beyond. Auszug aus Locus Magazine Dezember 1999
  • SciFi.com Chat 11.4.2000: Terry Pratchett: Author of The Fifth Elephant
  • SciFi.com Chat: EOSCON 4.0 - April 21, 2001: Lighting Out for the Territory; Terry Pratchett & Neil Gaiman
  • Steven Silver (2000) An Conversation with Terry Pratchett -- Part 1, Part 2. SF Site Mid-April and May 2000
  • Tasha Robinson (2000) On the business--or busyness--of being Terry Pratchett (Interview). Science Fiction Weekly #156
  • Anonym (2000) Post-Fantasy Fantasy - An Interview with Terry Pratchett. Amazon.com
  • Gavin J. Grant (2001) Terry Pratchett (Interview). BookSense.com June 2001
  • David Freeman (2001) In conversation: Terry Pratchett and Gerald Seymour. The Guardian 8.11.2001
  • Linda Richards (2002) Terry Pratchett (Interview). January Magazine August 2002
  • Michael Dirda (2002) 'Night Watch' by Terry Pratchett. Washington Post 24.11.2002
  • Anonym (2002) A Conversation With Terry Pratchett. SF Site Mid-December 2002
  • Anonym (2002) Interview with Terry Pratchett. SFFWorld.com 18.12.2002
  • Korrigierter Link 15.04.2007
  • Sally Weale (2003) Strangeness is paradise (Portrait von Terry Pratchett). Sidney Morning Herald 11.1.2003
  • Michael McCarty, Mark McLaughlin (2003) Terry Pratchett, architect of Discworld, has been creating fantasy for 40 years (Interview). Science Fiction Weekly 12.5.2003
  • Terry Pratchett (2003) As one book closes, another opens. The Guardian 6.12.2003
  • Anonym (2004) Terry Pratchett: 21 Years of Discworld. Auszug aus Locus Magazine May 2004
  • Anonym (2006) A Conversation with Neil Gaiman & Terry Pratchett. Auszug aus Locus Magazine February 2006

Romane:
Das Erbe des Zauberers (1987)

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