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Mary E. Wilkins Freeman (1852-1930), USA
Geboren in Randolph, Massachusetts. Nachdem ihr Vater, ein Zimmermann, mit seinen Geschäften in der Depression
nach dem amerikanischen Bürgerkrieg scheiterte, zog die Familie 1867 nach Brattleboro, Vermont.
1870 oder 1872 (hier gibt es widersprüchliche Angaben) verbrachte Freeman ein Jahr im Mt. Holyoke Female Seminary, das ihrer Aussage nach eine gründliche
intellektuelle Ausbildung mit einer sorgfältigen Pflege der Religion verband.
1873 scheiterte das Geschäft ihres Vaters erneut und die Familie zog wegen Armut dreimal innerhalb Brattleboro um.
Freeman versuchte, mit Malen und dem Schreiben für Zeitschriften Geld zu verdienen.
1876 stirbt Freemans einzige Schwester Ana.
1877 zieht die Familie als Dienerschaft in das Haus einer wohlhabenden Familie.
Die Mutter stirbt 1880.
1881 verkaufte Freeman ihr erstes Gedicht an eine Kinderzeitschrift. Ein Jahr später verkaufte sie
ihre ersten Erzählungen, womit ihre Karriere begann.
Nach dem Tod ihres Vaters 1883 zog sie nach Randolph zurück, wo sie bei ihrer Freundin Mary Wales lebte.
1887 erschien ihr erstes Buch für Erwachsene (A Humble Romance and Other Stories).
Dieses und die folgenden Bücher veröffentlichte sie unter ihrem Mädchennamen Mary E. Wilkins.
1897 verlobt Mary Wilkins sich mit Dr. Charles Freeman, den sie 1902 heiratete. Danach lebte sie bis zu ihrem Tod in Metuchen, New Jersey.
1921 wird Charles Freeman wegen Alkoholismus und Drogenabhängigkeit in eine Klinik eingewiesen. 1922
trennt sich das Ehepaar offiziell, ein Jahr darauf stirbt Charles Freeman.
1925 erhält Freeman die William Dean Howells Medal für herausragende Literatur.
1926 wurden sie und Edith Wharton als erste Frauen in das National Institute of Arts and Letters aufgenommen.
1930 stirbt Freeman an Herzversagen.
Insgesamt schrieb Freeman mehr als 200 Geschichten für Erwachsene, ungefähr ein Dutzend davon sind Geistergeschichten.
Q: u.a. The Columbia Encyclopedia, Sixth Edition, 2001,
Randolph Historical Society,
Bedford/St. Martin's,
American Literature Web Resources,
G L B T Q,
The Heath Anthology of American Literature, Fourth Edition
Webseiten zu Mary E. Wilkins Freeman:
- The Literary Gothic, Infoseite von Jack G. Voller
- The Columbia Encyclopedia, Sixth Edition, 2001, Eintrag zu Mary E. Wilkins Freeman
- Infoseite von D. Campbell für ihr Englisch-Seminar 311/511
- PAL: Perspectives in American Literature, A Research and Reference Guide, Infoseite zu Mary E. Wilkins Freeman
- Legacy Photo Gallery mit Foto von Freeman
- The Heath Anthology of American Literature, Fourth Edition
- Heath Online Instructor's Guide zu Mary E. Wilkins Freeman
- Randolph Historical Society
- Bedford/St. Martin's
- American Literature Web Resources (Chronologie)
- The Internet Public Library - Online Literary Criticism Collection
- G L B T Q - an encyclopedia of gay, lesbian, bisexual, transgender & queer culture
- ISFDB Bibliography (2. Eintrag unter Mary Wilkins Freeman) (englisch)
- Foto von Freeman, wie sie die William Dean Howells Medal of the American Academy of Arts and Letters erhält, wiedergegeben auf der Hamlin Garland Society Website
- Jeff Kaylins E-Texte, eine umfangreiche Sammlung von Freemans Werken als E-Texten
Artikel zu Mary E. Wilkins Freeman:
- Yvonne Roth (2000) Freeman, Mary E[leanor] Wilkins.
In: Bernd Engler, Kurt Müller (Hrsg.) Metzler Lexikon amerikanischer Autoren. Metzler, Stuttgart. S. 256-258. Zitat:
"F. zeigt sich in den meisten ihrer Werke als kritische Chronistin ihrer Zeit, die ihre literarischen
Figuren in differenzierter und glaubhafter Weise als zeitgenössische und oftmals regionalspezifische Charaktertypen
darzustellen vermag. Dabei erweist sie sich als äußerst sensibel für geschlechts- und klassenspezifische
Faktoren, deren wesentlichen Anteil an der Ausprägung menschlicher Existenz sie im besonderen Maße
berücksichtigt. Das Hauptthema ihrer Kurzgeschichten ist das Alltagsleben von Frauen, die in verarmten
Dörfern Neuenglands leben und oftmals in unkonventioneller Weise für ihr Überleben kämpfen
müssen. [...] Es ist das Verdienst der neueren feministischen Forschung, diese nach ihrem Tod schnell in
Vergessenheit geratene Autorin wiederentdeckt zu haben. Sie hat auch gezeigt, wie die Autorin gerade durch ihre
Themenwahl ein alternatives Paradigma zu der den Kanon dominierenden Literatur ihrer männlichen Kollegen schafft.
Ihr Hauptaugenmerk gilt dabei den verschiedensten Ausprägungen weiblicher Lebenswirklichkeit sowie den
alltäglichen Kämpfen und Konflikten von Frauen, aber auch von anderen gesellschaftlichen Benachteiligten,
wie etwa alten Menschen oder unverheirateten Frauen."
- Katie Ballagh (2002) Internal Conflict and Realism in the Short Fiction of Mary Wilkins Freeman. Ex Libris Vol. 4, Spring 2002
Erzählungen:
"Luella Miller" (1902)
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