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Judith Merril (1923-1997), USA

Geboren in New York City als Josephine Juliet Grossmann, sie zog aber den Vornamen Judith vor. 1939/40 besuchte sie das City College of New York. 1940 heiratete sie Daniel A. Zissmann und bekam eine Tochter. Die Ehe wurde 1947 geschieden. Von 1943 bis 1947 arbeitete Merril als Ghostwriterin und Forschungsassistentin. Dann war sie zwei Jahre lang Herausgeberin für Bantam Books in New York. 1949 heiratete sie Frederik Pohl, nachdem sie zuvor ihren Namen offiziell in Merril geändert hatte. Ab 1949 arbeitete Merril als freie Schriftstellerin und Lektorin. Merril bekam eine zweite Tochter, aber 1953 wurde auch Merrils zweite Ehe geschieden. Von 1956 bis 1961 war Merril Direktorin der Milford Science Fiction Writers Conference. Daneben übte sie eine Lehrtätigkeit für Schreiben im Rahmen eines Erwachsenenerziehungsprogramms aus, war redaktionelle Leiterin der Buchkolumne des Magazine of Fantasy & Science Fiction (1966-1969) und arbeitete für die Canadian Broadcoasting Corporation. Von 1960 bis 1975 war Merril mit Daniel W. P. Sugrue verheiratet. 1968 siedelte Merril nach Kanada über.
1947 erschien Merrils erste Kurzgeschichte (Nur eine Mutter), 1950 ihr erster Roman. Außerdem begann sie in den fünfziger Jahren SF-Anthologien herauszugeben, für die sie sehr bekannt wurde und die das Genre stark beeinflussten. Mit Cyril M. Kornbluth zusammen veröffentlichte sie Romane unter dem Gemeinschaftspseudonym Cyril Judd. Gelegentlich verwendete Merril auch das Pseudonym Rose Sharon. 1983 und 1986 wurde Merril jeweils mit dem Prix Aurora Life Achievement Award der Canadian Science Fiction and Fantasy (einmal für eigene Werke, einmal als Herausgeberin) ausgezeichnet.
Merril arbeitete die letzten zwanzig Jahre ihres Lebens an ihren Memoiren, schloss sie aber vor ihrem Tod nicht mehr ab. Ihre Enkelin Emily Pohl-Weary ordnete und ergänzte die Fragmente und die Memoiren erschienen 2002 unter dem Titel Better To Have Loved: The Life of Judith Merril. Das Buch wurde 2003 mit dem Hugo Award in der Kategorie 'Related Work' ausgezeichnet.
Q: u.a. Locus Online 30.8.2003

Webseiten zu Judith Merril:

Interviews mit und Artikel zu Judith Merril:

Erzählungen:
"Nur eine Mutter" (1948)
Töchter der Erde (Sammlung) (1976)
Daughters of Earth and Other Stories (Sammlung) (1985)

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