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Iain M[enzies] Banks (1954- ), Schottland
Geboren in Dumfermline im Kreis Fife
in Schottland und aufgewachsen in einem kleinen Dorf names North Queensferry.
Der Vater arbeitete für das Marineministerium, die Mutter war Eiskunstläuferin.
Zu Beginn der 70er Jahre studierte Banks Englisch, Philosophie und Psychologie
an der Stirling University. Danach hatte er eine Reihe von Gelegenheitsjobs,
z.B. bei British Steel oder im Hafen. 1978 arbeitete er ein halbes Jahr
als 'Expediter-analyzer' bei IBM in Greenock, Schottland. Von 1980-1984
war er als Rechtsanwaltsgehilfe in London tätig. Seitdem ist er freier
Schriftsteller. Banks heiratete 1992. Das Ehepaar lebte in Fife. Ende 2005 trennte es sich.
Banks lebt in North Queensferry in Schottland.
Mit Die Wespenfabrik erschien 1984
Banks erster Roman. Seitdem hat er kontinuierlich weitere Romane veröffentlicht,
die zum Teil aber bereits früher geschrieben worden waren. Banks unterscheidet
zwischen der SF und der allgemeinen Belletristik, die er veröffentlicht,
indem er für erstere die Initiale seines mittleren Namens verwendet
(Iain M. Banks), für letztere nicht (Iain Banks). Allerdings können
seine Werke nicht immer ganz klar der SF oder der allgemeinen Belletristik
zugeordnet werden.
Menzies wird in Schottland wie "Ming-iß" ausgesprochen.
Q: u.a. Hofmann (1992),
BSFA Awards,
SFWA News 20.3.2004,
Locus Index to SF Awards: Iain Banks,
The Australian 3.3.2007
Auszeichnungen:
- 1991 Kurd Laßwitz Preis für bestes ausländisches Werk für den Roman Die Brücke
- 1992 Kurd Laßwitz Preis für bestes ausländisches Werk für den Roman Die Wespenfabrik
- 1993 Kurd Laßwitz Preis für bestes ausländisches Werk für den Roman Use of Weapons
- 1995 British Science Fiction Award für den Roman Feersum Endjinn
- 1997 British Science Fiction Award für den Roman Excession
- 1998 Kurd Laßwitz Preis für bestes ausländisches Werk für den Roman Excession
- 2004 Italia Awards für den besten internationalen SF-Roman für den Roman Inversions
Webseiten zu Iain Banks:
Interviews mit und Artikel von und zu Iain Banks:
- Chris Mitchell () Getting Used To Being God - Chris Mitchell meets the relentlessly imaginative Iain (M.) Banks. In: Spike Magazine
- Mary Branscombe () What's in an M or What a difference an M makes. Wiedergegeben aus SFX Magazine
- Matthias Hofmann (1992) Ein Gespräch mit Iain M. Banks. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Das Science Fiction Jahr #7 - Ausgabe 1992. Heyne Science Fiction & Fantasy 4850, Heyne, München. S. 610-631. Zitate:
"Hofmann: Wenn wir schon bei der Unterscheidung
zwischen Mainstream und Science Fiction sind: Sehen sie sich eher als Mainstream-
oder SF-Autor?
Banks: Beides.
Hofmann: Beides?
Banks (lacht): Yeah, es macht mir zwar viel
mehr Spaß, Science Fiction zu schreiben, es ist angenehmer, und ich
fühle mich im SF-Genre mehr zu Hause, aber am Ende ist das Mainstream-Feld
lohnender.
Hofmann: Es ist auch angesehener ...
Banks: Ja, auch. Aber ich mache mir nicht
viel Gedanken über einen guten Ruf (lacht).
Hofmann: Ja, aber man fühlt sich wohler,
wenn man ihn hat.
Banks: Stimmt. Aber es ist schwerer, Mainstream
zu schreiben. Es ist schwerer, im Mainstream etwas zu erreichen, denn man
hat in gewisser Weise mehr Verantwortung.
Nun, es ist nicht so kompliziert: als SF-Autor
schreibe ich SF-Romane, und als Mainstream-Autor schreibe ich Mainstream-Romane."
"Hofmann: Und wieviel Hintergrundforschung
betreiben Sie für einen Roman?
Banks: So wenig, wie menschenmöglich
ist. Absolut minimal. Ich hasse es, zu recherchieren. Die einzige richtige
Recherche-Arbeit erledigte ich für "Canal Dreams", das in Panama,
Japan und anderen Orten spielt. Es war sehr langweilig. [...]
Aber bei SF muß ich nicht arg viel
Recherche betreiben, besonders wenn die Romane, die man schreibt, weit
in der Zukunft spielen. Man weiß die Sachen eben, oder man weiß
sie nicht. Man kann auf die anderen SF-Autoren zurückgreifen, die
das Genre ausmachen. Man muß einfach akzeptieren, daß es in
der Science Fiction solche Sachen wie "Hyperspace" oder "Warpsprung" gibt.
Man muß es natürlich überzeugt niederschreiben. Man muß
Technologien eine gewisse Portion Sympathie entgegenbringen, um SF schreiben
zu können.
Aber Recherche? Neeiiiiin ..."
- Iain (M.) Banks (1994) A Few Notes on the Culture.
- Iain Banks (1994) Auf der Flucht vor den Gesetzen der Physik. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Das SF-Jahr #9 - Ausgabe 1994. Heyne Science Fiction & Fantasy 5080, Heyne, München. S. 573-577 (orig. in New Scientist No. 1865, 20. März 1993, Ü: Kurt Bracharz)
- Iain M. Banks (1995) Ein paar Anmerkungen zur Kultur. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Das SF-Jahr #10 - Ausgabe 1995. Heyne Science Fiction & Fantasy 5245, Heyne, München. S. 215-243 (orig. 1993, Ü: Jürgen Thomann)
- Anonymous (1996) A Quick Chat With Iain M. Banks. In: The Richmond Review
- Anonym (1997) Interview with Iain M. Banks. SFFWorld.com 1.6.1997
- Matthias Penzel (1999) Iain Banks - In Großbritannien schon lange kein Geheimtip mehr. Online wiedergegeben auf der Website Die Welten des Iain Banks
- Christopher Palmer (1999) Galactic Empires and the Contemporary Extravaganza: Dan Simmons and Iain M. Banks. Science Fiction Studies 26 (1999) 1 (Issue 77)
- Polly Shulman (2000) Spy vs. spy - Sadism and palace intrigue flavor the deliciously paranoid vision of Iain Banks. Salon 17. Februar 2000
- Peter Schneider (2001) Banks in Deutschland
- Peter Schneider (2001) Die 'Qualität' der deutschen Ausgaben
- David Horvich (2001) Culture Clash: Ambivalent Heroes and the Ambiguous Utopia in the Work of Iain M. Banks. Strange Horizon 21.1.2001
- Justine Harkness (2007) Cultured dissident. The Australian 3.3.2007
Romane:
Die Wespenfabrik (1984)
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