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Élisabeth Vonarburg (1947-), Kanada

Geboren und aufgewachsen in Paris. 1973 wanderte Vonarburg nach Québec, Kanada, aus. 1987 machte sie ihren Doktor in 'Creative Writing'. Sie arbeitete lange als Übersetzerin aus dem Englischen ins Französische. Außerdem gab sie zehn Jahre lang SF Writing Workshops und war von 1979 bis 1990 Literatur-Redakteurin des Quebecer SF/F-Magazins Solaris, das sie mitbegründet hat. Sie ist heute noch beitragende Redakteurin. 1978 erschien Vonarburgs erste SF-Erzählung, 1981 folgte ihr erster Roman (Le Silence de la cité). Heute lebt Vonarburg in Chicoutimi und widmet sich voll dem Schreiben. Sie gilt als die einflussreichste französisch sprechende SF-Autorin Kanadas.
Vonarburg hat zahlreiche Preise gewonnen, u.a. den kanadischen Prix Aurora Award, dreimal für die beste französische SF-Kurzgeschichte sowie viermal für den besten französischen SF-Roman.
Pseudonym: Sabine Verreault.
Q: u.a. The Unofficial Elisabeth Vonarburg Page, The NCF Guide to Canadian Science Fiction and Fandom, Aurora Award Website

Webseiten von und zu Elisabeth Vonarburg:

Interviews mit Elisabeth Vonarburg:

  • Usch Kiausch (1992) "Kein Wunder, daß der Cyberpunk so wenige weibliche Stimmen hat" - Ein Gespräch mit Elisabeth Vonarburg. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.) Das Science Fiction Jahr #7 - Ausgabe 1992. Heyne Science Fiction & Fantasy 4850, Heyne, München. S. 730-738 (das Interview fand im März 1991 statt). Zitate:
    "Vonarburg: Ich will über die erotische Beziehung reden, die Männer mit Maschinen haben. Ein großer Teil der Science Fiction handelt von technologischer Macht, und die möchte ich ein bißchen unter die Lupe nehmen. Ich möchte die Burschen daran erinnern, daß Frauen eine solche Beziehung zu Maschinen nicht haben, weil sie nicht die Verursacher von Technologie und Wissenschaft sind. Und weil sie möglicherweise eine Art von Verwandtschaft mit Maschinen haben, auf einer ganz anderen Ebene, denn sie werden selbst als Maschinen angesehen. Als Gebärmaschinen, bemutternde Maschinen, Haushaltsmaschinen, usw. Ich glaube, ich werde morgen versuchen, ein bißchen provozierend zu sein. Frauen, so scheint mir, finden eine ganz andere Art erotischer Beziehungen zu Maschinen als Männer. Als Fallbeispiel könnte ich ein Raumschiff nehmen. Für Männer ist es ein Phallussymbol. Aber gleichzeitig ist es etwas, in dem man sich bewegt. Es ist also durchaus ambivalent. Für Frauen ist es ebenfalls ambivalent, aber gerade anders herum. Sie machen den Aspekt davon aus, daß man im Raumschiff ist, und sie werden durch den phallischen Aspekt verletzt. Wenn sie über Raumschiffe schreiben, dann erkennt man verschiedene Strategien, die phallische Konnotationen loszuwerden und das Bild vom Raumschiff in Richtung des weiblichen "Innenraums" zu drängen. Für Männer wie für Frauen ist das Raumschiff ein Symbol von Bewegung, von Freiheit, der Entfernung vom Mutterplaneten. Aber selbst dabei unterscheiden sich die Konnotationen. Männer müssen von der Mutter fortgehen. Sie riskieren dabei nicht den Verlust ihrer Identität, im Gegenteil: Indem sie fortgehen, bekommen sie Zugang zur Männerwelt. Dagegen sehen die Frauen ihre Identität mehr oder weniger bedroht, wenn sie von der Mutter und dem Körper der Mutter abgeschnitten sind."
  • Élisabeth Vonarburg (1992) Heroes & Heroines. Vonarburgs Homepage
  • Élisabeth Vonarburg (1993) So You Want to Be a Science-Fiction Writer?. New York Review of SF, wiedergegeben auf Vonarburgs Homepage
  • Élisabeth Vonarburg (1997) A Tribute to Judith Merril. Wiedergegeben auf Vonarburgs Homepage
  • Élisabeth Vonarburg (2001) What is a writer? Guest of Honor Speech Wiscon, May 2001
  • Élisabeth Vonarburg (2001) US SF and Us. Vonarburgs Homepage

Romane:
Die schweigende Stadt (1981)
Die Maerlande Chroniken (1992)
Les Voyageurs malgré eux (1994)

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