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Armonía Somers (1914-1994), Uruguay
Geboren in Pando, Uruguay, als Armonía Etchepare de Henestrosa. Es gibt unterschiedliche Angaben zu ihrem Geburtsjahr: 1920, 1917 oder (am häufigsten genannt) 1914.
Sie ist die Tochter eines anarchistischen Geschäftsmannes und einer tief katholischen Mutter.
1927 beginnt sie ein Studium an der Lehrerinnenbildungsanstalt in Montevideo. Das ist damals eine der wenigen
Möglichkeiten für Frauen, einen weiterführenden Bildungsgang zu absolvieren.
1933 macht sie ihren Abschluss und arbeitet dann als Lehrerin und Wissenschaftlerin und wird schließlich
Direktorin des Pädagogischen Museums. Erst 1971 lässt sie sich pensionieren.
Ihre erste größere Veröffentlichung ist der Roman La mujer desnuda, der 1950 ursprünglich
als Doppelausgabe der Zeitschrift Clima unter dem Pseudonym Armonía Somers erschien. Diese Veröffentlichung löste einen Literaturskandal aus,
mit vielen Spekulationen über die Identität des Autors.
Weitere Veröffentlichungen sind u.a. der Erzählband El derrumbamiento (1953), der Roman De
miedo en miedo (1965), der Kurzroman Un retrato para Dickens (1969) und der Roman
Sólo los elefantes encuentran mandrágora (1986).
1965 bezieht Somers ein Ferienhaus am Strand, das später als 'Somersville' bekannt wird. Wenn sie nicht dort ist,
lebt sie "eingegraben wie ein Höhlenbär" in einer "mythenumwobenen" Wohnung im 16. Stock eines Hochhauses
in Montevideo.
Ende 1969 erkrankt sie an einem rätselhaften lebensgefährlichen Leiden, dem Chylothorax, einer
Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Brustraum und erholt sich davon körperlich und seelisch nur langsam.
Ab den 70er Jahren wird Somers auch international wahrgenommen.
1982 stirbt ihr Ehemann Rodolfo Henestrosa. Somers stirbt 1994 in Montevideo.
Q: Encyclopedia of Latin American Women Writers,
Pfeiffer (1998)
Webseiten zu Armonía Somers:
Artikel zu Armonía Somers:
- Erna Pfeiffer (1998) Somers, Armonía (eigtl. Armonía Liropeya Etchepare Locino).
In: Ute Hechtfischer, Renate Hof, Inge Stephan, Flora Veit-Wild (Hrsg.) Metzler-Autorinnen-Lexikon. Metzler, Stuttgart. S. 504-506. Zitat:
"Die makabre Atmosphäre ihrer von Gewalt und Erotik geprägten Texte sowie deren fragmentarische
Struktur und hochgradige Intertextualität machen S.' Werk zu einer schwierigen Lektüre, die sich in
keine der gängigen Strömungen einordnen läßt; folglich wird sie auch häufig als
"Steppenwolf" der uruguayischen Literatur bezeichnet. Ihre Schreibweise ist subversiv, innovativ, enthält aber
zugleich auch archetypisch-allegorische Elemente wie Bibelparaphrasen und Traumhaftes."
Erzählungen:
'The Fall' (1967)
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